In Kürze startet MITMed in die nächste (und vielleicht wichtigste) Projektphase – der Beginn der klinischen Pilotstudie steht an!
In der klinischen Pilotstudie werden in Kooperation mit der Psychiatrischen Institutsambulanz der Universitätsmedizin Göttingen Depressions-PatientInnen in einem Randomized Controlled Trial behandelt. Dabei sollen erste Einschätzungen potenziell gesundheitsfördernder Effekte des MITMed-Systems in der videobasierten Psychotherapie bewertet werden. Insgesamt sollen etwa 60 PatientInnen in zwei Gruppen den Studienaufbau durchlaufen. Der Einschluss in die Studie, die Therapie, und die Datenerhebung erfolgen dabei rollend bis kurz vor Projektende.
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Vom 31. März bis 4. April war das MITMed-Konsortium als Aussteller auf dem Gemeinschaftsstand des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur auf der Hannover Messe 2025. Neben Besuchen von Minister Falko Mohrs sowie von Staatssekretär Joachim Schachtner kamen die Projektmitarbeitenden auch mit vielen BesucherInnen in Kontakt, um Ihnen das Projekt und seine vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten (auch außerhalb des psychotherapeutischen Kontexts) zu präsentieren.
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Am 18. und 19. Februar 2025 fanden sich VertreterInnen der Förderprojekte aus der HIS-Förderrichtlinie („Hybride Interaktionssysteme für die Aufrechterhaltung der Gesundheit auch in Ausnahmesituationen“) in Berlin zum letzten Vernetzungssymposium ein. Dabei ging es noch einmal um den persönlichen Austausch, die in den Projekten erzielten Ergebnisse, Verwertungsszenarien sowie um aktuelle Entwicklungen in der digitalen Gesundheitsforschung. In mehreren Keynote-Vorträgen, Paneldiskussionen, informellen Austauschformaten und einer interaktiven Ausstellung der in den Projekten erarbeiteten Systeme ergaben sich viele spannende Gespräche.
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Das MITMed-Projekt geht weiter! Für die Durchführung der umfangreichen klinischen Pilotstudie und die finalen Projektarbeiten haben das Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Projektträger dem Konsortium ermöglicht, die Projektlaufzeit um neun Monate, bis Ende 2025 zu verlängern. Entsprechende Vorarbeiten liefen bereits im Spätsommer 2024 an, und mündeten nun in einer erfolgreichen Antragstellung auf Laufzeitverlängerung.
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Am 5. September traf sich das MITMed-Team in Göttingen zu einem Konsortialtreffen – mit dabei war außerdem der Projektträger VDI/VDE IT GmbH. Auf der Agenda standen neben einem allgemeinen Statusupdate separate Vorträge der einzelnen Projektpartner zum Entwicklungsfortschritt, Vorstellungen der neuesten Iterationen der Projektkomponenten, ein Impulsvortrag des Center for Digital Surgery der Universitätsmedizin Göttingen, sowie eine Planungssitzung für die vorgesehene klinische Pilotstudie, mit deren Durchführung und Auswertung das Projekt abgeschlossen werden soll.
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Im Frühjahr und Sommer 2024 führte das Projekt-Konsortium seine erweiterten Erprobungen des entwickelten Systems fort.
Unter der Leitung des Projektpartners PSY (AG für Translationale Psychotherapieforschung der Universitätsmedizin Göttingen) fanden am Psychologischen Institut der Universität Heidelberg weitere Durchläufe des erarbeiteten Versuchsaufbaus im psychotherapeutischen Setting statt. Dabei wurden verschiedene Daten zu den prinzipiellen interaktionellen Effekten des MITMed-Systems (im Vergleich zu klassischer Face-to-Face- und auch zu traditioneller Videotherapie ohne MITMed-System) erhoben. Hierzu wurden die Studienteilnehmenden, vornehmlich PsychotherapeutInnen in Ausbildung sowie fortgeschrittene Masterstudierende der Psychologie, mit dem System vertraut gemacht und in verschiedenen simulierten Therapieinteraktionen beobachtet. Von der Datenauswertung, die 2025 nach weiteren Versuchsdurchläufen beginnen wird, erhofft sich das Konsortium Erkenntnisse zu den Effekten von MITMed auf die Qualität der therapeutischen Beziehung und die Fähigkeit von TherapeutInnen, diese in telemedizinischen Therapiesettings zu verbessern.
Zudem organisierte der Projektpartner WI (Lehrstuhl für Informationsmanagement der Georg-August-Universität Göttingen) verschiedene partizipative Erprobungsformate der entwickelten Kernsystemkomponenten. Zunächst wurden die Teilnehmenden der oben beschriebenen Erprobung in qualitativen Formaten zur User Experience bei Nutzung des Systems in realistischen Anwendungskontexten befragt. Darüber hinaus wurden an der Universität verschiedene weitere Daten zur User Experience über Fragebögen erhoben und quantitativ ausgewertet. Die Erkenntnisse aus diesen Erprobungen zeigten eine größtenteils positive Einstellung der Befragten zum MITMed-System. Dennoch konnten auch wichtige Hinweise für die co-kreative, iterative Weiterentwicklung des Systems gewonnen werden.
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Ende März 2024 startete der erste größere Test unseres MITMed-Gesamtsystems im psychotherapeutischen Setting. In den Räumen des Asklepios Fachklinikums Göttingen nahmen mehrere ProbandInnen (PsychiaterInnen und PsychotherapeutInnen) an der Erprobung teil. Nach eingehender Instruktion durchliefen die Teilnehmenden unterschiedliche Interaktionssettings miteinander, und konnten das MITMed-System dadurch ersterhand ausprobieren. Neben qualitativen und quantitativen Datenerhebungen während dieser Interaktionen, wurden genauere Informationen zur Nutzererfahrung in abschließenden Interviews mit dem MITMed-Team erhoben. Diese Daten spielen für das Konsortium eine wichtige Rolle bei der nutzer*innenzentrierten Weiterentwicklung des Systems. Weitere Termine der UX-Erprobung werden in den nächsten Wochen durchgeführt.
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Ende Februar 2024 lud das Begleitforschungsprojekt CoCre-HIT im Rahmen der BMBF-Fördermaßnahme „Hybride Interaktionssysteme zur Erhaltung der Gesundheit auch in Ausnahmesituationen“ zu einer Vernetzungsveranstaltung für den Forschungsaustausch nach Düsseldorf ein: Unser MITMed-Team stellte sich durch ein kurzes Video vor und nahm an interaktiven Austausch- und Diskussionsformaten zum Thema „Verwertung und Transfer“ teil. Wir sagen herzlichen Dank für den produktiven Austausch!
Foto: Hochschule Düsseldorf, Lisa Bongartz, BMBF-Projekt CoCre-HIT
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Im BMBF-geförderten Projekt MITMed untersuchen wir, wie die Kommunikation zwischen PsychotherapeutIn und PatientIn mittels etablierter Video-, Audio- und Textchatsysteme einfach um emotionale Elemente ergänzt werden kann. Grundprinzip ist dabei die Vermittlung von Informationen über emotionaler Zustände mit Hilfe von Berührungsreizen in einem Verbund aus digitaler Applikation (App) und tragbaren Geräten (Wearables). MITMed stimuliert dabei die empathische Gestaltung von Interaktionen auf Distanz, indem hybrid sowohl Video-, Audio- und Textbotschaften als auch Emotionen kommuniziert werden.
Der Aufbau von MITMed basiert auf einer Technologieakzeptanzanalyse sowie der Integration und patientInnen-zentrierten Weiterentwicklung von technischen Komponenten, die die Projektpartner als Eigenentwicklungen einbringen: ein Wearable, ein Messenger, eine Online-Therapieplattform und medizinische Schnittstellen.
Wir möchten Ihnen einen Einblick in dieses innovative Forschungsprojekt im Bereich der Online-Psychotherapie geben. Im Rahmen einer Anwendungserprobung, die wir gemeinsam mit potenziellen NutzerInnen durchführen, möchten wir Ihnen die Grundidee des MITMed-Systems näherbringen und Ihnen den aktuellen Stand der Entwicklung präsentieren. In diesem Rahmen haben Sie die Möglichkeit, Ihre Gesprächsführung in verschiedenen Psychotherapeutischen Settings zu üben und zu trainieren, und aktiv an der Weiterentwicklung des Systems mitzuwirken, indem Sie uns Ihr wertvolles Feedback vermitteln und gemeinsam mit uns über Anwendungsmöglichkeiten diskutieren.
In drei verschiedenen therapeutischen Settings (Face-to-face, Videotherapie, Videotherapie mit Wearable) werden Sie mit einem/r PartnerIn therapeutische Gespräche simulieren. Zur qualitativen Datenauswertungen werden diese Interaktionen, für die Sie sich in einem eigens dazu ausgestatteten Raum im Asklepios Fachklinikum Göttingen befinden, gefilmt. Die Studie findet während Ihrer Arbeitszeit statt; eine Teilnahme nimmt etwa dreieinhalb Stunden in Anspruch.